Ungarn - Wissenswertes

Hier finden Sie wissenswerte Informationen zu Ungarn und der Region der südlichen Tiefebene.

Nach erfolgter Buchung erhalten Sie noch eine umfangreiche Datei mit Ausflugstipps, Adressen von Tierärzten und vielem mehr.

 

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Kiskunmajsa und weitere Ausflugsziele
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Klima

Ungarns Klima ist gemäßigt kontinental.

 

Der kältester Monat mit durchschnittlich

- 1°C ist der Januar, der wärmste Monat ist August mit +21,3 °C.

 

Die Zahl der Sonnenstunden beträgt jährlich 1.785, in den südlichen Regionen liegt sie bei 2050.

 

Die schönsten Jahreszeiten sind Frühling und Herbst, an heißen Sommertagen bieten die vielen Seen und Bäder ausreichend Erfrischung.

 

Preisniveau

In Ungarn hat noch nicht der Euro Einzug gehalten, sondern das Zahlungsmittel ist der ungarische Forinth (HUF). Dadurch können Sie im Verhältnis sehr günstig urlauben und leben. In jedem Dorf gibt es einen EC-Karten Automat, an dem man zum aktuellen Wechselkurs Zahlungsmittel bekommt (Juli 2016: 1 Euro = 320 HUF). Restaurantbesuche sind circa 30% , Lebensmittel im Supermarkt circa 40% und regionale Marktprodukte mindestens 50% günstiger als hierzulande.

Entfernungen

In Richtung Kiskunmajsa Ungarn

 

Wien: 370 Kilometer

Dresden: 800 Kilometer

München: 820 Kilometer

Nürnberg: 880 Kilometer

Berlin: 1000 Kilometer

Kassel: 1150 Kilometer

Hannover: 1160 Kilometer

Hamburg: 1280 Kilometer

Düsseldorf: 1300 Kilometer



Anreise:

Von Deutschland aus führen 2 Hauptrouten nach Ungarn.

Entweder Deutschland à Österreich à Ungarn

oder

Deutschland à Tschechei à Slowakei à Ungarn

Leider besteht in allen Ländern Vignettenpflicht (Maut). Im Folgenden die aktuellen Preise (ohne Gewähr/Stand 2016). Die entsprechenden Vignetten können direkt an den Grenzübertritten erworben werden. Die ungarische Vignette sogar vorab online, z.B. über https://www.tolltickets.com

 

Österreich

10 Tage: 8,80 Euro

2 Monate: 25,70 Euro

1 Jahr: 85,70 Euro

 

Tschechien

10 Tage: 310 Tschechische Kronen (circa 11,50 Euro)

1 Monat: 440 Tschechische Kronen (circa 17 Euro)

1 Jahr: 1500 Tschechische Kronen (circa 57 Euro)

 

Slowakei

Von 1. Januar 2016 an gibt es in der Slowakei eine so genannte E-Vignette, die den Papieraufkleber ersetzt. Diese kann an den Grenzübergängen sowie an Tankstellen erworben werden. Die Quittung sollte bis zum Ende der Laufzeit der Vignette aufbewahrt werden.

7 Tage: circa 10 Euro

30 Tage: circa 14 Euro

1 Jahr: circa 50 Euro

 

Ungarn

10 Tage: 2975 Forint (circa 10 Euro)

1 Monat: 4780 Forint (circa 15,50 Euro)

1 Jahr: 42.980 Forint (circa 140 Euro)

 

Sprache:

Ungarisch ist eine schwere Sprache. In fast allen Restaurants finden Sie auch eine deutsche Speisekarte. Die meisten Ungarn sprechen zumindest ein wenig deutsch oder auch englisch, so dass eine Verständigung problemlos klappt.

 

Rauchen:

Seit einiger Zeit gibt es Zigaretten ausschließlich in speziellen Tabakläden (gekennzeichnet mit einer "18" und Nemzeti Dohanybolt).

 

Märkte:

Kiskunmajsa: jeden Dienstag und Freitag (Freitags mit Kleidung, Korbwaren etc.)

Kiskunhalas/Kistelek: 1. Sonntag im Monat (ca. 30 Fahrminuten) - hier gibt es alles - immer einen Besuch wert!

Kiskunfelegyhaza: 2. Sonntag im Monat (ca. 30 Fahrminuten) - hier gibt es alles - immer einen Besuch wert!

Morahalom: 3. Sonntag im Monat (ca. 45 Fahrminuten) - hier gibt es alles - immer einen Besuch wert!

Rozsa: 4. Sonntag im Monat (ca. 90 Fahrminuten) - hier gibt es alles - immer einen Besuch wert!

 

Tierheim Kiskunhalas:

circa 30 Fahrminuten

deutschsprechende Mitarbeiter

Öffnungszeiten:

Sonntag bis Freitag 9 bis 12 Uhr.

Samstags geschlossen.

http://halasi-tierheim.repage6.de

 

 

Das Jonathermal in Kiskunmajsa ist ein sehr schön gestaltetes Wellness-Thermal- und Freizeitbad.

Es ist circa 7 Fahrminuten entfernt.

Zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

 

Weitere Informationen (deutsch) unter www.jonathermal.hu

Kiskunmajsa

 

In Kiskunmajsa (ca. 10 Fahrminuten) finden Sie alles für den täglichen Gebrauch. Spar und Penny, Banken, Post, Apotheke, Ärzte, Tierarzt, Bekleidungsläden, Tankstellen und vieles mehr. Am Dienstag und Freitag findet der Wochenmarkt statt (Freitags größer - inklusive Kleidung etc.).

 

Der Kleinbezirk Kiskunmajsa liegt im mittleren Gebiet am östlichen Rande der Ebene des Donau-Theiß-Zwischenstromlandes im Komitat Bács-Kiskun. Er grenzt im Süden und Osten an das Komitat Csongrád, im Norden und Nordosten an den Kleinbezirk Kiskunfélegyháza, im Westen an die Kleinbezirke Kiskunhalas und Kiskorös.

 

Der Kleinbezirk berührt nicht die Landesgrenze. Von den Kleinbezirken des Komitats Bács-Kiskun ist er statistisch gesehen mit 391,92 km2 der Kleinste. Vier Ortschaften gehören zu ihm: Kiskunmajsa, Szank, Csólyospálos und Kömpöc. Der Kleinbezirk befindet sich in der südöstlichen Zone eines großen Anbaugebietes auf dem Sandhöhenrücken. Er ist ein total flaches Gebiet. Die bestimmenden Bodenarten seines Gebietes sind Varianten der Sandböden.

 

Im Gebiet des Kleinbezirks sind die klimatischen Gegebenheiten günstig; die Anzahl der Sonnenscheinstunden und auch die Wärmesumme sind hoch. In den Außengebieten des Kleinbezirks befindet sich in Kiskunmajsa ein bedeutendes, großes Naturschutzgebiet (Bodlogár) mit Urhagedornsträuchern, das 260 Hektar groß ist. Ein anderes Naturschutzgebiet ist der geologische Aufschluss in Csólyospálos, das 20 Hektar groß ist. Zu den Naturschätzen und Naturgegebenheiten der Region sind auch die 1984 in Kiskunmajsa gefundenen und erschlossenen Thermalquellen zu zählen. Zur Zeit werden zwei alte Ölbrunnen als Thermalbrunnen genutzt. Um sie herum wurde das im Fremdenverkehr des Landes eine immer bedeutendere Rolle spielende Thermalbad von Kiskunmajsa angelegt.

Der Kleinbezirk ist im Grunde genommen ein landwirtschaftlicher Bezirk, denn mehr als 6000 Menschen leben hier von der Landwirtschaft.

Der Fremdenverkehr als aufstrebender Zweig lockt immer mehr Gäste in den Kleinbezirk.

Von den Ortschaften des Kleinbezirks verfügt nur Kiskunmajsa über eine wirklich alte Vergangenheit. Im frühen Mittelalter lebten hier Menschen in der Ortschaft Mayossaszállás.

Diese Siedlung ist aber während der Türkenherrschaft vernichtet worden. Sie ist mit ihrem Gebiet von 221, 99 km2 und mit 11.794 Einwohnern der größte Ort des Kleinbezirks. Zu der Stadt gehört auch ein ordentliches und gut ausgebautes Feriendorf, das in Richtung Kiskunfélegyháza ca. 2,5 km entfernt liegt und in den letzten 15 Jahren erbaut wurde. Das Dorf wurde angelegt, um in erster Linie die Gäste des Thermalbades zu bedienen; ca. 400 Gästehäuser mit fast 1600 Betten erwarten die Touristen.

 

Die wichtigsten Elemente der Therme sind das Thermalbad, das Motel und der Campingplatz von Kiskunmajsa.

Das Bad verfügt über mehrere Schwimmbecken im Freien, einem Badesee und ein Hallenbad, das einen ganzjährigen Betrieb ermöglicht. Seit dem Frühling 2001 gibt es das neue Außenschwimmbecken mit Funrutschen für die ganze Familie.

In den vergangenen 15 Jahren wurden für Dienstleistungen des Fremdenverkehrs zahlreiche Gebäude auf den oben beschriebenen Grund in Kiskunmajsa gebaut. Eine Reitschule, Restaurants, die ortsgeschichtliche Sammlung, das Landschaftshaus und sonstige Dienstleistungen erwarten die Besucher. Schon traditionell sind die jedes Jahr im September veranstalteten Tage von Majsa sowie das Bier-Bad-Festival im Juli und August, die eine immer größere Anziehungskraft haben. Im Kleinbezirk erwarten Anglerseen in Kiskunmajsa und Szank die Anglerfans.

 

Szank ist mit 2.591 Einwohnern die zweitgrößte Ortschaft, die im Gegensatz zur Stadt Kiskunmajsa viel später entstanden ist und nach der Ansiedlung der Ölindustrie gebaut wurde. Ein wichtiges Ereignis ist das jährlich veranstaltete Festival, das zumeist im August stattfindet.

 

Csólyospálos ist vom Gesichtspunkt der Bevölkerung betrachtet die dritte Ortschaft; die Zahl der Einwohner beträgt 1694. Auch diese Siedlung kann man nicht "alt" nennen.

Charakteristisch ist für sie aber die hohe Rate der Einwohner im Außengebiet. Das zweite Naturschutzgebiet des Kleinbezirks, der geologische Aufschluss, gehört zu dieser Gemeinde.

Die Ortschaft veranstaltet jedes Jahr ein Winzerfest, das am ersten Sonntag im Oktober, und einen Dorftag, der zumeist Anfang August stattfindet.

 

Kömpöc ist die kleinste Ortschaft im Kleinbezirk mit 839 Einwohnern. Diese Ortschaft ist verhältnismäßig jung und erstreckt sich von Nordwest nach Südost. Auch hier ist die Anzahl der im Außenbezirk lebenden Menschen sehr hoch. Der Dorftag von Kömpöc wird zumeist Ende Juli veranstaltet. Das ist ein Ernteumzug vom Kulturhaus bis zur Kirche, wo der Weizen und das daraus gebackene Brot im Rahmen einer heiligen Messe gesegnet werden.

Der Umzug findet mit Kutschen und Aufführungen von Schülern statt.

 

Die Südliche Tiefebene

 

„Das Meer der Ebene"– so beschrieb der ungarische Dichters Sándor Petőfi die ungarische Puszta und die Theiß. In dieser Gegend werden die meisten Sonnenstunden gezählt, Thermalwasser sprudelt hier reichlich.

 

Bugac

 

Das Donau-Theiß-Zwischenstromland und der 1975 entstandene Nationalpark Kiskunság beherbergen nicht nur Naturschätze sondern auch Werte der Folklore. Ihre besonderen salzhaltigen Gewässer und die toten Flussarme der Ströme sind nicht nur für die Angler und die Anhänger des Wassersports interessante und ergiebige Ausflugsziele, sondern auch für all die Besucher, die sich für die Schätze des Flachlandes und die charakteristischen Auenwälder interessieren. In der Gegend von Apaj wird die größte Graurinder-Population des Landes gehalten. Auf dem Gebiet der Kiskunság (Kleinkumanien) findet man das am weitesten ausgedehnte salzhaltige Seensystem des Landes, das zugleich einer der wichtigen Lebensräume der Zugvögel ist. Eine besondere Landschaft des Landes zwischen Donau und Theiß ist die Sandhügelkette mit den beiden riesigen gelben Sanddünen, die sich auch heute noch wie Wanderdünen „bewegen”.

Die am häufigsten besuchte, weltbekannte Gegend des Nationalparks ist Bugac. Die elftausend Hektar große Puszta, die wegen der im Freien gehaltenen Tiere, der Sandhügel und des Wacholderwaldes einzigartig ist, wurde von dem UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Ein Teil des unter Naturschutz stehenden Gebietes ist für Besucher gesperrt. Aber selbst mit dieser Einschränkung bietet Bugac Erlebnisse in Hülle und Fülle.

Die Besucher können reiten, mit der Kutsche spazieren fahren, sie können sich die im Freien gehaltenen Graurinder und Schafe ansehen.

 

Die spektakulärste Vorstellung des Bugacer Touristenzentrums ist der „Puszta- Fünfer”, wenn der geschickte Csikós fünf galoppierende Pferde steuert, wobei er auf den Rücken der beiden hinteren Pferde balancierend steht. In dem Hirtenmuseum sind die Naturschätze und eine das Hirtenleben präsentierende Ausstellung zu besichtigen. In der beliebten Bugac-Csárda kann man die schmackhaften Originalgerichte der Puszta kosten.

 

circa 25 Fahrminuten von Kiskunmajsa entfernt.

 

Kecskemét ist eine alte Handelsstadt auf der Strecke Wien- Budapest-Belgrad. Einen weltweit guten Ruf hat sie sich unter anderem durch das hier produzierte Hungarikum „Kecskeméter Aprikosenschnaps” erworben. Die Stadt ist auch durch ihre besonderen, im Jugendstil gebauten Gebäude bekannt. Das mit bunten Blumenornamenten geschmückte Rathaus ist eines der schönsten Gebäude des Landes. Sein zu jeder vollen Stunde erklingendes Glockenspiel wurde von dem berühmten ungarischen Komponisten und Musikpädagogen, Zoltán Kodály, verfasst. Der ebenfalls mit Blumenmotiven verzierte, so genannte „Cifrapalota” (verzierter Palast), ist eines der besonderen Bauwerke des ungarischen Jugendstils und heute beherbergt er die Gemäldegalerie der Stadt. Kecskemét ist die Stadt der Museen, einzigartige Sammlungen sind hier zu besichtigen, wie zum Beispiel das Szórakaténusz Spielzeugmuseum und Werkstatt, das Museum der naiven Kunst und das Ungarische Fotomuseum. Am Musikpädagogischen Institut in Kecskemét lernen sehr viele ausländische Studenten/innen die weltberühmte Kodály-Methode kennen.

 

circa 40 Fahrminuten von Kiskunmajsa entfernt.

 

Kiskunhalas ist die Stadt der preisgekrönten Spitzen. Die besondere, mit ausgereifter Nähtechnik angefertigte, feine Kiskunhalaser Spitze fand anlässlich der Weltausstellung in Brüssel 1958 internationale Anerkennung. Die schönsten Stücke der Spitzennäherinnen kann man im Spitzenhaus besichtigen, wo man auch die Kunstgriffe des Handwerks erlernen kann. In Kiskunhalas finden wir die einzige intakte, im spätklassizistischen Stil gebaute Synagoge der Gegend. Die beiden Seen unweit der Stadt, Kun-Fehér- und Sós-See, sind beliebte Erholungsgebiete und Angelgewässer.

 

circa 20 Fahrminuten von Kiskunmajsa entfernt.

 

Szeged kann mit 2100 Sonnenstunden im Jahr aufwarten, deshalb trägt die Stadt am Zusammenfluss von Theiß und Maros zu Recht den Namen "Stadt des Sonnenscheins". Nach der Flutkatastrophe der "blonden Theiß" von 1879 hatte man mit internationaler Unterstützung eine gut geplante neue Stadt mit prächtigen Jugendstilbauten und eklektischen Gebäuden errichtet.

Auf dem Domplatz reihen sich sehenswerte Gebäude aneinander: der Bischofspalast, die Hochschule für Religionswissenschaft, die Institute der Universität, das katholische Konvikt, die Somogyer Bibliothek und die medizinische Universität.

Die monumentale, 1930 im neoromanischen Stil errichtete und auch als Gelöbniskirche bekannte Bischofsbasilika, die 5000 Gläubigen Platz bietet, wurde aus Dankbarkeit von den Überlebenden der Hochwasserkatastrophe errichtet.

Die Glocke wiegt 86 Zentner und ist die zweitgrößte Ungarns. Am Deckengewölbe des Kirchenchors befindet sich ein wunderschönes Mosaikbild, auf dem die Madonna in einem bestickten Trachtenmantel, dem Szűr, und in Szegediner Pantoffeln dargestellt ist. Die Orgel mit fünf Registern und 9040 Pfeifen erklingt häufig bei Orgelkonzerten und zählt zu den größten des Landes. Der Demetriusturm gehört zu den Überresten der Kirche aus dem 13. Jahrhundert. In der nationalen Gedenkhalle stehen die Statuen von mehr als einhundert hervorragenden Repräsentanten der ungarischen Literatur, Kunst und Wissenschaft. Die Figuren der "Musikuhr" sind um 12.15 Uhr und um 17.45 Uhr für 5 Minuten sichtbar. Jeden Sommer ist der Platz Austragungsort der international bekannten Freilichtspiele von Szeged. In der griechisch-orthodoxen serbischen Kirche (Révai u.) ist die aus Birnbaumholz kunstvoll geschnitzte, durchbrochene Rokoko-Ikonostase mit 80 Ikonen von herausragendem kunstgeschichtlichem Wert.

Den mit den Statuen großer ungarischer Persönlichkeiten geschmückten Széchenyi-Platz beherrscht das im Neobarock-Zopfstil erbaute Rathausgebäude mit seinem Turm.

Das Reök-Palais ist ein Kunstwerk des Jugendstils. Das monumentale Gebäude der neuen Synagoge (Ecke Hajnóczy u.-Gutenberg u.) mit maurischen und Jugendstilelementen zählt zu den schönsten jüdischen Gebetshäusern in Europa. Im Mittelalter wurde keine größere Kirche in der Puszta und der Theiß-See gebaut als die "Kirche Maria Schnee" bzw. das Franziskanerkloster (Alsóváros, Mátyás király tér), das spätgotische Baudenkmalensemble aus dem 15./16. Jahrhundert.

Von den beiden Gnadenbildern ist eines ein Abbild der "Schwarzen Madonna" von Czestochowa.

Weltbekannte Produkte der Stadt sind die unerreichte Pick Salami und Szegediner Paprika, durch den die ungarischen Gerichte ihre typische Würze erhalten und der auch reichlich der Fischsuppe zugegeben wird. Das Museum der Pick Salami und des Szegediner Paprikas informiert über das Verfahren der Salamiherstellung und deren Geschichte ab 1869. Eine Sammlung von Kakteen, Palmen und anderen exotischen Pflanzen wurde im Universitäts-Garten (Füvészkert, Lövölde u. 42.) angelegt. Eine der letzten Windmühlen der Die Puszta und der Theiß-See ist die Mühle von Kiskundorozsma (Kiskundorozsma, Bölcs u.).

 

circa 40 Fahrminuten von Kiskunmajsa entfernt.

 

 

Ausflugsziele

 

Kiskunság – Land zwischen Donau und Theiss

 

Hier erwartet den Besucher stimmungsvolle, erlebnisreiche Einsamkeit in weiter Natur. Sehnsuchtsziel gestresster Stadtbewohner. Die ursprünglichsten Teile des Kiskunság, benannt nach dem mit den Magyaren längst verschmolzenen Volk der Kumanen, sind heute Nationalparkgebiet. Auf ausgedehnten Weideflächen grasen Herden altungarischer Graurinder, Langhornschafe und Pferde. Im Gebiet der Flugsanddünen mit Weisspappel und Wacholder ist eine exotisch anmutende Vogelwelt zu Hause: Blauracke, Bienenfresser, Rotfussfalke, Pirol, Wiedehopf und Schwarzstirnwürger. Im breiten Schilfgürtel der Sumpfseen und der naturnahen Fischteiche nisten alle europäischen Reiherarten und der Löffler. Die Ufer flacher Alkaliseen sind von Watvögeln (Limikolen) aller Art bevölkert, ein Mekka für Ornithologen.

Der Kiskunság, auf Deutsch Kleinkumanien - Grosskumanien liegt östlich der Theiss - ist im Wesentlichen der Mittelteil des Zwischenstromlandes mit der Komitatshaupstadt Kecskemét als Zentrum. Dem Besucher bieten sich viele Möglichkeiten, seinen Aufenthalt interessant, abwechslungsreich und erholsam zu gestalten: Kulturdenkmäler und die noch lebendige Pflege alten Brauchtums anlässlich vieler Feste, Tanz- und Musikveranstaltungen, kulinarische Köstlichkeiten, angeboten in Unterkünften mit modernem Komfort, vom Mehrsterne- und Touristenhotel in der Stadt bis zu den Reiterhöfen und dörflichen Privatquartieren ermöglichen eine Urlaubsgestaltung, die vielfältigen Interessen entspricht - von reinem Naturgenuss über den Besuch von Kulturveranstaltungen bis zum Sport, wobei Reiten naturgemäß im Mittelpunkt steht. Der Kenner schätzt die gepflegten Weine, gereift und kultiviert in einer Gegend mit den meisten Sonnenstunden Ungarns. Die Freiluftbecken der Thermalbäder und Sportanlagen der Region ermöglichen dem Gast auch reine Badeurlaube mit gewohnter sportlicher Betätigung, wie etwa dem täglichen Tennismatch.

Vor allem aber die keineswegs eintönige Landschaft der Grossen ungarischen Tiefebene, die den ungarischen Nationaldichter Sándor Petőfi zu seinen berühmten epischen Naturschilderungen inspirierte, zieht viele Besucher in ihren Bann. In den frei zugänglichen Nationalparkteilen kann der Besucher diese Natur hautnah erleben.

Besucherwünsche, wie die Betreuung von Gruppen, sind an die Nationalparkdirektion in Kecskemét, "Haus der Natur", dem zentralen Informationszentrum der Nationalparkverwaltung, zu richten. Verständigung auf Deutsch und Englisch ist dort möglich.

Der seit 1975 bestehende Nationalpark Kiskunság erstreckt sich mit seinen 9 Teilgebieten über eine Fläche von insgesamt 48.197 Hektar. Er wird geprägt durch verschiedenartige Lebensräume: Sand-, Moor-, Au- und Alkaliböden weisen jeweils einzigartige Vegetations- und Faunenelemente auf. Obgleich besonders sensible Gebiete aus Naturschutzgründen für Besucher gesperrt werden mussten, sind etliche charakteristische Nationalparkteile für den Besuch frei gegeben. Hier gibt es auch Beobachtungsplätze, wie Aussichtswarten und überdachte Beobachtungsplattformen.

 

(circa 60 Fahrminuten von Kiskunmajsa)

 

Apajpuszta – Alkalisteppe im oberen Kleinkumanien

 

Die typische ungarische Puszta, wie sie auf zahlreichen Gemälden der romantischen Epoche dargestellt wurde - weiter Horizont, hoch aufragende Ziehbrunnen, Pferde-, Rinder- und Schafherden, Hirten in malerischer Tracht - diese Bilder bieten sich dem Besucher heute noch in dem mehr als 11.000 Hektar großen Nationalpark-Teilgebiet Apajpuszta, südlich und nördlich von Kunszentmiklós.

Salztolerante Arten auf natronhaltigem Boden sind die Weidegräser. In weiten, den Besuchern unzugänglichen, streng geschützten Gebietsteilen lebt die scheue Grosstrappe, der größte Landvogel Europas.

Nahe dem Dorf Apaj, an der nach Osten abzweigenden, die Puszta querenden Asphaltstrasse, wurden ausgetrocknete Teichbecken durch Wasserzuführung renaturiert. Im Schilf brüten Reiher, u. a. die Grosse Rohrdommel; allerlei Wasser - und Watvögel bevölkern nun das Gebiet. Für Besucher wurde ein Naturerlebnispfad, der "Rohrdommel"- Pfad, auf dem Damm und zwei Beobachtungstürme errichtet. Mehrsprachige Tafeln weisen auf die charakteristischen Tier- und Pflanzengemeinschaften hin. In der angrenzenden Puszta weidet eine große Graurinderherde.

 

(circa 35 Fahrminuten von Kiskunmajsa)

 

Kelemen – Szék – Alkalisee bei Fülöpszállás

 

Im Westteil des Donau -Theiss - Zwischenstomlandes erstreckt sich, parallel zum Lauf der Donau, eine etwa 80 km lange Kette ökologisch wertvoller und daher geschützter Lebensräume auf Alkaliböden: Ausgedehnte, traditionell extensiv beweidete Grasländer und flache im Sommer meist austrocknende Alkaliseen.

Das sind neben den beiden Pusztagebieten Apaj und Mikla die Seen westlich der Orte Szabadszállás und Fülöpszállás. Einer davon u. zw. der flächenmäßig größte, ist der Kelemen-szék, an dem auch für Besucher Beobachtungseinrichtungen geschaffen wurden.

Die Vegetation der alkalischen Grassteppen, die rund um den Kelemen szék und östlich den kleineren Fehér-szék die Ufer säumt, ist geprägt von salzliebenden bzw. salztoleranten Arten, wie Salzkresse, Salzaster und Salzwermut, um nur einige zu nennen.

Die flachen Alkaliseen sind Brutplätze seltener Watvögel (Limikolen), wie Säbelschnäbler, Stelzenläufer und Seeregenpfeifer.

Zur Zugzeit sind die Seen Rastplatz durchziehender Limikolenarten sowie tausender Gänse - und Entenvögel.

 

Die Besucher erreichen den Kelemen-szék von Kecskemét kommend auf der Hauptstrasse 52. Einige hundert Meter vor dem Restaurant "Kígyósi Tscharda" (grosser Parkplatz) am Hauptkanal zweigt ein geschotterter Dammweg nach Süden zur Borda Tanya, dem Sitz des zuständigen Nationalparkwächters, ab. Vom hölzernen Aussichtsturm neben der Tanya überblickt man den See und seine Uferbereiche. Auf einem das Seeufer begleitenden Damm erreicht man eine überdachte Vogelbeobachtungsplattform.

 

(circa 60 Fahrminuten von Kiskunmajsa)

 

Kolon-Tó bei Izsák – Verborgenes Leben im Sumpfsee

 

Der Kolon-See, ein 3000 Hektar großer Komplex aus nur zum Teil offenen, nämlich durch Biotopmanagement geschaffenen, Wasserflächen, ausgedehntem Röhricht, Sumpf- und Torfböden, Waldstücken und extensiv bewirtschafteten Feuchtwiesen, ist ein Relikt aus einer erdgeschichtlichen Periode von der nacheiszeitlichen Jungsteinzeit bis zur Ausbreitung des Ackerbaues. Damals bedeckten große Moorgebiete, Urwiesen, Weiden-Pappel- Eschenauen, Sumpfeichenwälder, Seen, Röhrichtwildnisse, Bultenmoore, aber auch blumenreiche Steppen auf Lössrücken das Land zwischen Donau und Theiss.

Der heutige Kolon-See war Teil der nacheiszeitlichen Ur-Donau, die damals nach Westen und später wieder ostwärts wanderte. Die Kräfte des fließenden Wassers und des Windes haben das heutige Nationalparkgebiet Kolon-See geformt. Seine Westgrenze bilden Sandhügel. Dieser Mosaikcharakter des Gebietes äußert sich in einem hohen Grad an Biodiversität, also Vielfalt an Arten und Lebensräumen von Pflanzen und Tieren.

Im Schilf brüten alle europäischen Reiherarten und der Löffler. Unter den Sängern ist das Weissternige Blaukehlchen erwähnenswert. Häufig ist der für die Evolutionswissenschaft interessante Tieflandfisch sumpfiger Gewässer, der nur 8-9 cm lange, zu den Hechten zählende, Hundsfisch. Eine weitere hier vorkommende Besonderheit ist der Schlammpeizger.

Die Seichtwassergebiete, die sich im Frühjahr zuerst erwärmen, bieten Fischen und Amphibien ausgezeichnete Fortpflanzungsmöglichkeiten. Die Spuren des nachtaktiven Fischotters sind häufig zu finden.

Auf den Feuchtwiesen im Südteil des Schutzgebietes blühen Orchideen- und Schwertlilienarten. Die verbliebenen Waldreste erinnern an die ursprünglichen Eichen -Eschen-Ulmen-Auwälder des Tieflandes.

 

(circa 60 Fahrminuten von Kiskunmajsa)

 

"Aqua Colun" - Naturerlebnispfad

 

Von der Hauptstrasse der Stadt Izsák erreicht man auf der Kovács Aladár utca (Strasse) den Parkplatz und die nebenstehende Aussichtsplattform, Ausgangspunkt des ca. 1 km langen Naturerlebnispfades, der mit sechs Stationen zwischen einer Baumreihe und dem Schilfgürtel des Sees bis zu einem zweiten Hochstand verläuft.

Die sechs Stationen sollen zur Beobachtung der verschiedenen Elemente dieses Lebensraumes anregen.

Sie sind folgenden Themen zugeordnet bzw. bieten folgende Beobachtungsmöglichkeiten: Nummerntafel: 1: Entstehungsgeschichte des Sees, 2: Biologie und Nutzung des Schilfes, 3:Pflanzengesellschaften im Uferbereich, 4:Tierwelt (Vögel ausgen.), 5: (Hochstand) Vögel. Diese "Endstation" der kurzen Wanderung lädt auch zum Blick auf Izsák ein.

 

(circa 60 Fahrminuten von Kiskunmajsa)

 

"Rohrsänger" - Naturerlebnispfad

 

Man erreicht diesen am Westufer des Kolon Sees, im Bereich der dortigen Vogelwarte angelegten Naturerlebnispfad über einen 12 km langen Wanderweg mit gelber Markierung, der die Bahnhöfe von Izsák und von Soltszentimre verbindet.

Die 5 km lange Strecke von Izsák zur "Bognár Tanya" bzw. der nahe gelegenen Vogelwarte (Madárvárta) kann auch befahren werden (Sandpiste!).

Für den Rundgang auf dem hier beginnenden und endenden "Rohrsänger Pfad" wird telefonische Anmeldung im "Haus der Natur" in Kecskemét erbeten.

8 beschilderte Haltepunkte auf diesem Pfad sind so ausgewählt, dass von ihnen aus verschiedenartige Teillebensräume dem Besucher erschlossen werden und er die entsprechende Pflanzen - und Tierwelt kennen lernt.

 

(circa 60 Fahrminuten von Kiskunmajsa)

 

Die Sanddünen bei Fülöpháza

 

Die heute nur mehr an wenigen Stellen offenen, zum größten Teil von pannonischer Sandrasenvegetaion mit Wacholder und Weisspappeln bedeckten Flugsanddünen von Fülöpháza, ebenso wie jene von Orgovány und Bugac, die in diesen Nationalparkteilen unter Schutz stehen, sind ein Werk des Windes. Vorherrschend aus nordwestlicher Richtung wehend, hat er im Laufe von Jahrtausenden die Sandablagerungen der Ur- Donau nach Südosten verfrachtet.

In dem Gebiet westlich des Dorfes Fülöpháza erschließen zwei Naturerlebnispfade dem Besucher die botanischen und zoologischen Besonderheiten der pannonischen Flugsanddünen.

Einer der beschilderten Pfade, der "Alkanna-Wurzel"-Pfad, führt von der Naturschutzschule an der Hauptstrasse 52, 20 Kilometer von der Komitatshauptstadt Kecskemét entfernt, in südlicher Richtung durch das Sandgebiet.

Der andere s. g. "Federgrass"-Pfad beginnt gegenüber der Somodi Tanya, westlich von Fülöpháza.

Den Ökologen faszinieren die Anpassung der Insektenwelt, z.B. der Grabwespen, sowie die Anpassung der Sandvegetation an die Lebensbedingungen dieser Trockenstandorte. Oft zu beobachten sind Smaragd-, Zaun- und Taurische Eidechse. Der botanisch Versierte erkennt die formationsbildenden Bestände des Sand-Schwingel - und Sand-Federgrases, ferner das tiefwurzelnde, gelb blühende, Heideröschen, ein Zistrosengewächs, und schließlich die dunkelvioletten Blütenrosetten der Alkannawurzel. Einige vegetationslose Dünen, sog. Wanderdünen, sind noch in Bewegung. Der Wind bleibt die bewegende Kraft.

Das umliegende Gebiet mit Weideflächen und zeitweise ausgetrockneten flachen Seen wird von Reitgästen gerne frequentiert. Zum Schutz der fragilen Sandlebensräume dürfen nur die freigegebenen Reitwege benützt werden.

 

(circa 60 Fahrminuten von Kiskunmajsa)

 

Bugacpuszta – Alte Hirtentradition

 

Bugac ist seit den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts ein international bekanntes Ziel im Fremdenverkehr Ungarns. Die Besucher lernen hier die Weidehaltung alter ungarischer Nutztierrassen kennen. Herden von Graurindern und Langhornschafen ziehen über die Puszta, bewacht von Hirten in traditioneller Tracht. Im Hirtenmuseum gewinnt der Besucher Einblick in die Lebensweise der Hirten und findet hier alle Gerätschaften, Trachten und Musikinstrumente, die Jahrhunderte lang in Gebrauch waren und vielfach noch sind. Näheren Kontakt mit diesen Herdentieren bekommt der Besucher in den Stallungen und kleinen Freigehegen nahe dem Museum.

Eine besondere Attraktion sind die Reitvorführungen der Tschikosche, der Pferdehirten.

Ausgedehnte mit Wacholder und Weisspappel bestandene, zum Teil noch offene, Sanddünen mit einer an diesen Extremstandort angepassten Vegetation und Tierwelt, Pusztaweidegebiete auf alkalischem Boden und heute weitgehend ausgetrocknete ehemalige Feuchtgebiete prägen das Landschaftsbild.

Vom Eingang in diesem Nationalparkteil, neben der Karikás Tscharda bzw. der grossen Orientierungstafel, führt ein Wanderweg über die Stallungen zur Schmalspurbahnstation "Hit Tanya" an der Strecke Kecskemét - Kiskunmajsa.

Der 2.5 km lange Abschnitt zwischen den Stallungen und der Bahnstation, von dem ein Weg zu einer Aussichtswarte abzweigt, ist als "Wacholder"- Naturerlebnispfad mit 5 Tafeln über die charakteristische Vegetation und Tierwelt beschildert.

Zur Bequemlichkeit der Besucher wurde zwischen Eingang (Karikás Tscharda) und Stallungen ein Pferdekutschendienst eingerichtet. Für die Gäste der nahen Reiterhöfe sind zwei Reitwege freigegeben.

In der Sommersaison finden täglich Reitvorführungen statt. Ein besonders festliches Ereignis sind die zweimal jährlich stattfindenden "Bugac Tage". Erwähnenswert für Besucher sind in dieser Region neben dem Hirtenmuseum noch ein Forstmuseum, im Dorf Bugac ein Uhren- und Puppenmuseum und in der weiteren Umgebung das Thermalbad von Kiskunmajsa. Nationalparkbesuchern stehen mehrere Gaststätten, wie die Bugac- und die Karikás Tscharda, zur Verfügung.

Auskünfte, auch über Unterkünfte und Reitmöglichkeiten, beim Besuchereingang in Bugac (es wird auch Deutsch gesprochen) oder bei Bugac Tours, Kecskemét, Szabadság tér 5/A

Tel.: (+36)-76-481 643 oder 482 500, Fax: (+36)-76-481 643

 

(circa 25 Fahrminuten von Kiskunmajsa)

 

Theiss Auwald (Töserdö) bei Lakitelek und Feuchtwiese Alpári-Rét bei Tiszalpár

 

Das 27 Kilometer von der Komitatshauptstadt Kecskemét entfernte Gebiet der Gemeinden Lakitelek und Tiszalpár am Mittellauf der Theiss hat dem naturkundlich ebenso wie dem kulturhistorisch interessierten Besucher und den einfach Erholung und Entspannung suchenden Feriengästen jeden Alters überraschend viel zu bieten. Als Teil des Nationalparks Kiskunság steht hier ein Stück ursprünglicher Auwald (Tőserdő) unter Schutz. Strom, Altarme, Auwald, Feuchtwiesen und Rohrwildnisse zusammen bieten dem Naturfreund ein Bild der Theiss vor ihrer Regulierung im 19. Jahrhundert.

Ein Rundgang auf dem bequem zu begehenden "Aronstab"-Naturerlebnispfad vermittelt überwältigende Einblicke in eine regenwaldartige Szenerie, wie man sie sonst nur in echten tropischen Regenwäldern erleben kann.

Dieser Rundweg, benannt nach einer hier vorkommenden Pflanze, beginnt und endet in Lakitelek neben dem Parkplatz an der Brücke über den Theiss-Altarm.

Das Gemeindegebiet von Tiszaalpár ist uralter historischer Boden. Der Ort wird urkundlich erstmals 1075 unter König Géza I. erwähnt. Besiedelt war der Ort bereits Jahrhunderte vorher, wie Funde aus der Bronzezeit sowie aus der Zeit der Sarmater und später der Awaren bezeugen.

Hier soll auch, gemäß Überlieferung, der Entscheidungskampf der Magyaren um ihr neues Siedlungsgebiet im Karpathenbecken gegen das Heer des Fürsten Zalán Ende des 9. Jhdts. stattgefunden haben.

Im Dorfzentrum, nahe dem Gemeindeamt, beginnt ein beschilderter Informations - Pfad ("Fürst Árpád" - Pfad) zu kulturgeschichtlich bedeutsamen Stätten, wie einem ehemaligen Burghügel sowie zu zwei kleinen volkskundlichen bzw. lokalhistorischen ständigen Ausstellungen.

Im Gemeindegebiet wurde auch eine frühmittelalterliche dörfliche Siedlung rekonstruiert. Vom Kirchenhügel überblickt man die Feuchtwiese Alpári-rét mit Wasserfläche und Reiherkolonie.

Das touristische Angebot für Erholungssuchende, mit dem Zentrum Lakitelek, umfasst die Möglichkeit, mehrere Thermalbäder mit Freiluftbecken sowie Naturbadestrände in dieser Region zu besuchen. Auch Wassersport ist möglich.

Mehrere Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe stehen den Gästen zur Verfügung.

Von Lakitelek verdient noch das Bildungszentrum Népfőiskola, eine Art Volkshochschule, Erwähnung, in der Vorträge und Kurse abgehalten werden. In einer ständigen Ausstellung werden hier Dokumente des Aufstandes der ungarischen Bevölkerung gegen das kommunistische Regime im Jahre 1956, der Flucht und Emigration ins Ausland sowie des persönlichen Schicksals von Kardinal Mindszenty gezeigt.

 

(circa 50 Fahrminuten von Kiskunmajsa)

 

Landschaftsschutzgebiet Pusztaszer und historische Gedenkstätten

 

Es ist ein geschichtsträchtiger Boden, dieser weite Süden, das Landschaftsschutzgebiet zwischen dem Unterlauf der ungarischen Theiss und der nach Szeged führenden Hauptstrasse 5.

Nach der Stromregulierung im 19. Jahrhundert sind naturnahe Lebensräume im ehemaligen Überschwemmungsgebiet der Theiss erhalten geblieben oder neu entstanden- im wesentlichen extensiv genutztes Weideland, flache Alkaliseen und großflächige Fischteiche, in deren Schilfgürtel eine arten- und individuenreiche Vogelwelt lebt.

Im Gebiet rasten während des Herbstzuges tausende Kraniche und Gänsevögel.

Vogelbeobachtungstürme gibt es am Weissensee (Fehér-tó) nördlich von Szeged und am Büdös-szék (Stinkeree) nahe dem Dorf Pusztaszer. Für Büdös-szék ist eine vorherige Anmeldung in der Nationalparkdirektion zu empfehlen. Die Zufahrt zum grossen Beobachtungsturm am Fehér-tó ist von der Hauptstrasse 5, bei Kilometer 157 neben dem Friedhof von Szatymaz, möglich. Ein Feldweg führt zum Parkplatz vor dem Holzturm.

Am Westrand des Schutzgebietes, nahe dem Dorf Pusztaszer, befindet sich die historische Gedenkstätte mit dem Denkmal der "Sieben Stammesführer". Sie haben die Magyaren Ende des ersten Jahrtausendes unserer Zeitrechnung ins Karpathenbecken geführt.

Wohl unvergesslich bleibt für jeden Besucher des Historischen Gedenkparks Ópusztaszer das Rundpanorama in einem Kuppelbau. Es stellt die Landnahme der Magyaren optisch und akustisch (mehrsprachig) dar. Ein Museumsdorf mit hierher transferierten Gebäuden aus der Grossen ungarischen Tiefebene samt Originaleinrichtung (Häuser von Bauern, Fischern, Handwerkern, Kaufläden, Schule, Post, Amthaus, Mühle ) vermittelt einen Einblick in das Leben dörflicher Tieflandgemeinden des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ausgrabungsstätten, Diorahmen zum Thema "Mensch und Natur" und Aufführungen in historischen Kostümen runden das Angebot ab.

 

Dies alles im Nationalen Historischen Gedenkpark Ópusztaszer

H-6767 Ópusztaszer, Szoborkert 68.

Tel.: (+36)-72 -275 257, 275 055, 275 133, Nebenstelle: 103/4/5

Fax: (+36)-62-275 007, E-mail: info@opusztaszer.hu

Homepage: www.opusztaszer.hu

Öffnungszeiten: April-Oktober täglich 9-18 Uhr,

November-März 9-16 Uhr Montag Ruhetag

Kartenvorbestellung für größere Gruppen, sonst Karten an der Tageskasse.

 

(circa 40 Fahrminuten von Kiskunmajsa)